Torsten Herbst

Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz als bundesweites „Leuchtturmprojekt“ realisieren – Bund will Anfang 2019 über Förderung entscheiden

Die Bundesregierung will Anfang des Jahres 2019 darüber entscheiden, ob der „Smart Rail Connectivity Campus“ in Annaberg-Buchholz für die zweite Stufe des Forschungsförderprogramms WIR („Wandel durch Innovation in der Region“) ausgewählt wird und damit eine Förderung von bis zu 15 Millionen Euro erhält. Das geht aus einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an das zuständige Bundesministerium für Bildung und Forschung hervor. Dazu erklärt der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Verkehrsausschuss, Torsten Herbst:

„Der Forschungscampus in Annaberg-Buchholz hat das Potential, die Leit- und Sicherungstechnik im Schienenverkehr europa- und weltweit zu revolutionieren und sollte daher als bundesweites Leuchtturmprojekt realisiert werden. Es ist gut, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits im kommenden Jahr darüber entscheiden wird, wie es mit der Erprobung von Europas erstem Digitalen Stellwerk und der Erprobung des automatisierten und digitalisierten Bahnbetriebes weiter geht. Aufgrund der großen Bedeutung des Projekts für mehr Pünktlichkeit und erhebliche Kapazitätssteigerungen im Bahnverkehr wäre ein Zuschlag für den Campus von allerhöchster Bedeutung.

Die Teststrecke in Annaberg bietet darüber hinaus ein großes Testfeld für weitere innovative Bahntechnologien – etwa für Fahrerassistenzsysteme oder neue Antriebstechnologien. Da die Strecke nicht im regulären Verkehrs genutzt wird, können neue Technologien ohne Risiken ausgiebig erprobt werden. Durch eine Förderung von Bund und auch Land könnten sich das Erzgebirge und Sachsen mit diesem Leuchtturmprojekt als echter Bahntechnologie-Innovationsstandort profilieren.“

 

Hintergrund:

Der Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz wurde zusammen mit 32 anderen Vorhaben für das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ ausgewählt. Die Projekte werden gegenwärtig in einer siebenmonatigen Konzeptphase mit bis zu 200.000 Euro gefördert. Anfang 2019 werden die besten Konzepte für eine Förderung in der Umsetzungsphase ausgewählt werden. Die erfolgreichen Projekte erhalten in dieser Phase eine Förderung von bis zu 15 Mio. Euro, um ihr Innovationskonzept über den Verlauf von fünf Jahren umzusetzen.