Torsten Herbst

Skepsis gegenüber Elektroautos in Sachsen weiterhin groß – eAutos machen nur 0,29 Prozent aller Neuzulassungen im Freistaat aus

In den Jahren 2016 und 2017 sind in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen lediglich 1.539 reine Batterieelektrofahrzeuge neu zugelassen worden. Im Jahr 2018 waren es in den Monaten Januar bis Juli bisher 1.109 Fahrzeuge. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Dazu erklärt der sächsische Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Verkehrsausschuss Torsten Herbst:

„Die Skepsis gegenüber reinen Elektrofahrzeugen ist in Sachsen und Mitteldeutschland nach wie vor groß. So wurden in den Jahren 2016 und 2017 in Mitteldeutschland knapp 500.000 Pkw neu zugelassen. Der Anteil ausschließlich elektrisch angetriebener Fahrzeuge (eAutos) an den jährlichen Neuzulassungen war dabei mit 0,31 Prozent verschwindend gering. In Sachsen fiel die Quote mit 0,29 Prozent noch niedriger aus. Dies beweist deutlich: Die Nachteile von reinen Batterieelektrofahrzeugen bei Preis, Reichweite und Alltagstauglichkeit kann auch eine Kaufprämie nicht beseitigen. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden im Mix unterschiedlicher Antriebsarten zukünftig gewiss eine Rolle spielen. Deren Bedeutung in der aktuellen öffentlichen Diskussion geht jedoch an der Realität in Mitteldeutschland deutlich vorbei.

Am Ende kann die Akzeptanz einer Technologie durch teure Subventionen nicht erzwungen werden. Nur konkurrenzfähige Fahrzeuge mit höherer Alltagstauglichkeit werden den Anteil von eFahrzeugen steigern. Wenn der Nutzwert und wettbewerbsfähige Preise gegeben sind, springt auch die Nachfrage an - der Boom bei subventionsfreien eBikes zeigt dies deutlich.“

 

Die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.